Donnerstag, 04 Juli 2013 05:48

Knochenarbeit

Seid unserem letzten Bericht im Mai, ist unser Team vor Ort vor allem damit beschäftigt, die Jungen motiviert zu halten, mit den begonnenen Arbeiten vor Ort in Ixopo auch fortzufahren. Es gibt wie überall, auf und ab's. Die Gemüsegarten Gruppe hat einen heftigen Rückschlag erlitten. Nach starken Regenfällen, sind die zarten Pflanzen auf dem angelegten Feld leider alle eingegangen. Es waren Kabis- und Zwiebelsetzlinge, die einfach im wahrsten Sinne des Wortes weggeschwemmt wurden.

Wir haben den Jugendlichen als Motivation weitere Samen gebracht und viel Mut zugesprochen. Inzwischen ist der Garten wieder angelegt, grössere Gräben/Trennagen, wurden angelegt, damit nach einem nächsten grossen Regen das Wasser besser abfliessen kann.

Zur Zeit herrscht hier in Südafrika tiefster Winter (hier an der Küste angenehme 15 bis 24 Grad). In Ixopo können die Temperaturen aber nachts schon mal auf 0 - 5 Grad fallen. Dementsprechend wachsen natürlich die Setzlinge nicht so schnell wie in den Sommermonaten.

Auch in Sachen Hygiene arbeiten wir mit großem Elan mit den Jugendlichen. Was sie auf unserem Camp vermittelt bekommen: Zähne putzen, sich waschen mit Seife und frischem Wasser, nehmen sie wohl als Wissen mit nach Hause, es aber dann auch wirklich durchzuführen erweist sich als schwierig. Das Wasser ist leider nicht immer frisch - und die Toiletten Anlagen gibt es leider gar nicht oder sehr mangelhaft. Wir setzen im Moment unsere ganze Energie auf die Entwicklung von einfachen Möglichkeiten, wie das Wasser mit einfachen Filtern gereinigt werden kann. Auch sind wir daran, einfache, saubere Toiletten Anlagen und Handwaschmöglichkeiten zu entwickeln und mit den Kindern zusammen aufzubauen, damit die Jugendlichen das bei uns gelernte auch wirklich anwenden können. Gelingt uns dies, wird sich auch der Gesundheitszustand sofort verbessern - wir streben an, dass die immer wiederkehrenden Durchfallerkrankungen vermieden werden können.
Das unmittelbar nächste Ziel ist, beim unserem „Drop in Center im Hklozi Dorf" mit sauberen Wasserstellen und den Toiletten zu starten.

Wir haben in den gut zwei Jahren Arbeit mit den Waisen aus der Region Ixopo realisiert, dass es einfach nicht effizient ist, sich nur auf eine isolierte Herausforderung zu beschränken.
Das gesundheitliche Wohlergehen, Hygiene und Ernährung sind inhärent miteinander verbunden durch dessen Verfügbarkeit und Zugänglichkeit.
Nur wenn wir alle drei dieser Elemente zusammen anvisieren, können wir hoffen, eine wirkliche Verbesserung in der Ausbildung und dem Wohlergehen dieser Kinder zu erwirken und ihnen damit eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Am nächsten Samstag startet das 3. Click Camp mit Schwerpunkt: Hühnerzucht, Gemüseanbau, Hygiene und Aufklärung.

Bis bald, Euer Team vor Ort

 

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