Das >ayoba-YES-Programm

Südafrika hat heute ca. 3,2 Mio. Waisen. Die Aids-Epidemie zerstört Familien und lässt die überlebenden Kinder weitgehend schutzlos zurück. Am Beginn der Pubertät und des Jugendalters haben sie nach dem Tod ihrer Eltern keine Orientierung und Unterstützung mehr. Die 14-24 jährigen Waisen sind besonders von Mangelernährung sowie wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung bedroht. Die grösste Last tragen die Frauen (Grossmütter, Tanten). Häufig werden die Waisen zu immer weiter entfernten Verwandten weitergegeben und von Geschwistern getrennt. In grösseren Städten schlagen sich immer mehr Kinder alleine auf der Strasse durch. Vielfach verlassen die Waisen die Schule bereits nach der Grundschule, da ihnen eine weitere Perspektive fehlt.

Die Waisenkrise ist nicht nur eine Tragödie für die betroffenen Kinder, sondern bedroht zusehends auch die wirtschaftliche und soziale Stabilität. Das Ausmass der Waisen-Krise überfordert die traditionelle Solidargemeinschaft, bestehend aus Verwandten und Dorfgemeinden. Millionen sich überlassener Kinder und Jugendlicher sind nicht ausreichend darauf vorbereitet, Verantwortung zu tragen und eine produktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen.
Genau da setzt das "YES-Program" der Sweetdale Nonprofit-Organisation an, welche Vorort in Südafrika ansässig ist, unter der Schweizerleitung von Sibylle und Roland Wenger-Frey von Meilen,. Die "Sweetdale NGO" arbeitet mit dem gleichnamigen experimentellen Lernzentrum Sweetdale, dem örtlichen lokalen Waisen-Center und den Behörden von Ixopo zusammen. Gemeinsam mit diesen Instanzen wurde das Programm YES entwickelt.

OverviewYES Ayoba

Mit dem dreijährigen Begleit- und Trainingsprogram werden jeweils 60 Waisen und 7 lokale Betreuer(innen) in 3 Kurs Gängen pro Jahr, total 180 Waisen und 23 Betreuer(innen) befähigt, ihre Zukunft aktiv selber zu gestalten und zu planen. In kleinen Truppen werden die Teilnehmer motiviert und lernen andere zu motivieren, sie können ihre persönlichen Fähigkeiten erkennen und weiterentwickeln. Sie lernen wie Ziele zu setzen sind und wie sie ihre Laufbahn planen können. Im weiteren werden den Waisen praktische Handwerksfähigkeiten und Know-how vermittelt im Nähen, Backen, Anbau von Gemüsegärten und Hühnerzucht. Die Waisen werden gruppenweise, nebst dem Nähen und Backen, im organischen Gemüseanbau und Hühnerzucht, Buchhaltung und Geschäftsführung unterrichtet. Ausserdem lernen sie, wie man einen Rotationsfond verwaltet. Während dem ersten Kurs-Camp erhält jeweils eine Gruppe 30 kleine Küken mit Hahn. Sobald von diesen rund 50 neue Küken geschlüpft sind, werden sie als Darlehen an die Gruppenmitglieder abgegeben. Diese geben wiederum nach dem ersten Schlüpfen zwei Tiere an die Gruppe zurück. Dies geht solange, bis alle Waisen-Gruppen (Waisen-Familien) mit Hühnern versorgt sind. 4 weitere Gruppen erhalten Setzlinge und Samen zum Anbau von Kürbis, Karotten, Erbsen, Zwiebeln, Spinat, Randen, Tomaten, Kohl sowie Kartoffeln. Auch sie müssen einen Teil der Ernte wieder der Gesamtgruppe zurückgeben, damit mit dem Gewinn weitere Ausbildungen und Studien finanziert werden können.